Nun sitze ich in der Küche im Sessel mit vollem Magen. Mein Mund brennt. Diese kleine fiese getrocknete Bio-Chilischote der Agrico toppt alles was ich kenne. Peperoncino vom feinsten.
Vermeer
Nun sitze ich auf der Terrasse auf der, nennen wir es Sofa-Bank, meines gemieteten Apartments in Luxor Westbank mit Blick auf den Luxortempel. Es zirpen die Spatzen, es rufen die arbeitenden Männer unten auf der ungeteerten Strasse, es rattern die vorbei fahrenden Motorräder oder Tuktuks und es brummen die Motoren der am gegenüberliegenden Ufer ankernden Kreuzfahrtschiffe.
Testosteron
Nun liege ich erschöpft unter meinem Fliegennetz im Bett und reflektiere über das soeben fertig gelesene Buch von Mathieu Palain « Nos pères nos frères nos amis - Dans la tête des hommes violents » und unsere Gesellschaft. Nicht nur über unsere Insel Europa, die Schweiz als Luxus-Bubble in der Mitte, sondern über die Gesellschaft in den höchsten Etagen weltweit.
Choder
Jetzt sitze ich im Flugzeug zurück ins Ländle und sehe auf unsere Welt hinab.
Hinter mir sitzt ein Mann um die zehn Jahre älter als ich und zieht jede dreissig Sekunden seinen „Choder“ hoch, kommentiert laut was auch immer er denkt (nichts was sich zu kommentieren lohnen würde) und was er sieht. „Hei lueg emal da!“ Seine Frau schläft. Mein ihm angebotenes Taschentuch lehnte er dankend ab.
Mortadella
Es ist Sonntag Nachmittag und ich sitze am Rheinbord in Basel auf dem Bänkli im Schatten eines Baumes. Es geht ein Wind, richtig angenehm. Mein Bikini ist noch feucht, die modernen Badekleider-Stoffe trocknen heutzutage nur noch bedingt. Somit Wind und feuchtes Bikini mir im Schatten sogar schon fast Hühnerhaut aufkommen lassen.
Hitze
Stillgelegt
L‘eau Suisse
Draussen ist herrlichstes Sommerwetter, ich sitze in der Küche, neben mir blubbert eine Hühnersuppe und der Dampfabzug macht einen Saulärm. Würde es draussen nicht so winden, würde ich die Fenster öffnen und den Saulärm abstellen. Aber mit Wind fliegt dann so einiges in meiner Wohnung umher, so lasse ich die Fenster zu und begebe mich halt auf mein heissgeliebtes Sofa.
Ameisen
Zählen
Null Bock
Nun liege ich auf meinem Sofa und draussen scheint die Sonne. Herrlichstes Wetter. Ich kam eben zurück von Serafino. Im Ofen ist das alte Brot, in der Hoffnung, es wird wieder frisch. Und meine Ohren sausen, als ob ich eine Woche Fasnacht hinter mir hätte. Meine Ohrenwärmer/schoner - Kätzchen sind diese Woche abtrünnig geworden und liegen wohl jetzt irgendwo in einer Ecke, oder auf der Strasse, oder sind schon von jemandem in den Müll befördert worden. Arme Kätzchen.
Marsa Alam
Ägypten
Eigentlich
Es ist kurz vor fünf Uhr abends. Ich sitze gerade auf dem Sofa und warte, bis die Kaffeemaschine warm ist. Eigentlich sollte ich ja wegen meinen Restlesslegs so spät keinen Kaffee mehr trinken. In der Stadt ging ich aber am Gilgen vorbei oder eben nicht vorbei, sondern hinein, eine der noch wenigen alteingesessenen, feinen Bäckereien in Basel, und kaufte eine Faschtewaie, ein Streuselweggli und einen halben Russenzopf. Eigentlich viel zu viel. Aber wie das so ist, wenn man mit Hunger reingeht.
Experiment
Ich sitze schon wieder oder noch immer auf meinem Sofa, die Kirchenglocke schlägt Acht und mein Magen grummelt. Abendmusik. Mein Magen - wohl ein bisschen verwirrt von seinem Inhalt.
War ich doch am Freitag Nachmittag mit innerer Unruhe im Gemütlich-Modus und nahm mir vor, mein Gemüsewähen-Experiment eine Stufe höher zu schrauben
Leben
Nun sitze ich wieder mal auf meinem Sofa, eingemummelt in meinen Wollstrickmantel. Und bin ganz durcheinander. Was das Leben so alles mit sich bringt. Durch was einen das Leben alles hindurchführt. Wo man sich dann plötzlich im Leben befindet. Was einem das Leben alles für Aufgaben stellt. Wem man im Leben alles begegnet. Was einem diese Begegnungen alles mitgeben.
Digital
Ich liege auf dem Sofa und draussen windet und schneit es. Eigentlich wollte ich meinen schon seit vier Tagen angefangen Text hochladen, aber durch das immer wieder Nachkorrigieren, mehrheitlich vom Präsenz in die Vergangenheit, da ich immer wieder darüber einschlief, wurde der Text zu zerstückelt und langweilig,
Schimpf
Hysterisch
Nun sitze ich im Kücheneggli, der Ofen brummt. Drin ist eine Krautstiel-Rübli-Wähe. Mit Feta. Mein eindeutiger Wähenkäsefavorit. Bevor ich mit der Wähe anfing, hätte ich am liebsten Brot mit was auch immer in mich hineingestopft, so hungrig war ich. Aber die Krautstiele mit ihren lustigen orangefarbenen Stängel warteten schon seit letztem Mittwoch Abend auf ihren Turnus. So war nix mit schnell schnell essen, dafür gibt‘s dann bald was sehr feines.

















