Ägypten

Ägypten

Nun sitze ich im Bus von Kairo nach Hurgada. Aus dem linken Fenster der Blick aufs Rote Meer im Abendlicht. Auf der rechten Sand, Windmühlen, Gruppen von Bergspitzen und der Sonnenuntergang. In meinem Ohr erklingt Oum Kalthoum. Eine noch heute von der arabischen Welt umhimmelte ägyptische Sängerin.

Eigentlich

Eigentlich

Es ist kurz vor fünf Uhr abends. Ich sitze gerade auf dem Sofa und warte, bis die Kaffeemaschine warm ist. Eigentlich sollte ich ja wegen meinen Restlesslegs so spät keinen Kaffee mehr trinken. In der Stadt ging ich aber am Gilgen vorbei oder eben nicht vorbei, sondern hinein, eine der noch wenigen alteingesessenen, feinen Bäckereien in Basel, und kaufte eine Faschtewaie, ein Streuselweggli und einen halben Russenzopf. Eigentlich viel zu viel. Aber wie das so ist, wenn man mit Hunger reingeht.

Experiment

Experiment

Ich sitze schon wieder oder noch immer auf meinem Sofa, die Kirchenglocke schlägt Acht und mein Magen grummelt. Abendmusik. Mein Magen - wohl ein bisschen verwirrt von seinem Inhalt.

War ich doch am Freitag Nachmittag mit innerer Unruhe im Gemütlich-Modus und nahm mir vor, mein Gemüsewähen-Experiment eine Stufe höher zu schrauben

Leben

Nun sitze ich wieder mal auf meinem Sofa, eingemummelt in meinen Wollstrickmantel. Und bin ganz durcheinander. Was das Leben so alles mit sich bringt. Durch was einen das Leben alles hindurchführt. Wo man sich dann plötzlich im Leben befindet. Was einem das Leben alles für Aufgaben stellt. Wem man im Leben alles begegnet. Was einem diese Begegnungen alles mitgeben.

Digital

Digital

Ich liege auf dem Sofa und draussen windet und schneit es. Eigentlich wollte ich meinen schon seit vier Tagen angefangen Text hochladen, aber durch das immer wieder Nachkorrigieren, mehrheitlich vom Präsenz in die Vergangenheit, da ich immer wieder darüber einschlief, wurde der Text zu zerstückelt und langweilig,

Schimpf

Nun sitze ich wieder alleine auf dem Sofa. Erst noch sass meine Nachbarin bei mir und wir schickten mit meiner Ria-App Geld nach Pakistan. Der Internetverkehr ging grad ein bisschen zähflüssig, aber wenn’s dann mal lief, zack, ist das Geld sofort dort angekommen. Ready to pick up.

Hysterisch

Hysterisch

Nun sitze ich im Kücheneggli, der Ofen brummt. Drin ist eine Krautstiel-Rübli-Wähe. Mit Feta. Mein eindeutiger Wähenkäsefavorit. Bevor ich mit der Wähe anfing, hätte ich am liebsten Brot mit was auch immer in mich hineingestopft, so hungrig war ich. Aber die Krautstiele mit ihren lustigen orangefarbenen Stängel warteten schon seit letztem Mittwoch Abend auf ihren Turnus. So war nix mit schnell schnell essen, dafür gibt‘s dann bald was sehr feines.

Kätzchen

Kätzchen

Mit dem letzten Glas « Neier Siasser » und frischem Fenchel aus dem neuen Gemüsekorb im Magen, was für eine spontane Kombination, liege ich wieder mal auf dem Sofa. Meine Heizung plätschert und draussen grölen die Alkis. Meine Ohren sausen von den zu lauten Sopranblockflöten heute.

Ohrensausen

Ohrensausen

Jetzt liege ich ganz erschöpft aber seelig unter meinem zusammengeknüpften Moskitonetz-Himmel im Bett , meine Ohren rauschen, gerade wieder ein bisschen mehr, aber zu dem warum komme ich noch. Erst einmal klingt noch der Dvorak in mir, den die vielen Frauen so schön gesungen und gespielt haben. Klänge aus Mähren.

Greyerzer

Greyerzer

Nun sitze ich in meinem Lieblingseckli in der Küche, der Ofen surrt, eine neue Kreation Wähe ist da drin. Sozusagen eine „i lueg in mi Kiehlschrank“-Wähe. Alles Gemüse, welches noch herhielt. Lauch, Rübli, eine kleine verschmürzelete Zucchini, Zwiebel, Knobli, u einen Härdöpfel.

Sieben Zwerge

Sieben Zwerge

Nun sitze ich in Sissach vor dem Café, Beine bis und mit Bauch gewärmt von der Sonne, neben mir auf dem Tisch ein Resten Cappuccino, er ist nicht der beste, nebendran aber ein leerer Teller auf welchem nur noch ein paar Krümel zu finden sind, feinstes Laugengebäck ruckzuck aufgegessen, und komme gerade mal zur Ruhe.

Smoke on the water

Smoke on the water

Ach war das herrlich, dieses frühzeitige Sommer-Wetter! Am ersten Mai pilgerten die Menschen scharenweise an den Rhein , das Grillgut wurde gebraten, der Rauch zog auf das kalte Wasser und wurde flussabwärts getragen. ‚Smoke on the Water‘ kam mir in den Sinn.

Osternest

Osternest

Eigentlich sollte ich ja in Italien sein. Aber da es dort seit einer Woche Bindfäden regnet, habe ich mich entschieden, zu Hause den Regen zu geniessen. Vor ein paar Tagen musste ich es ganz schön büssen, hei war das kalt, und gerade, als ich mit dem Velo losfuhr, fing es an zu schiffen, selbst ein Stopp im Laden half nichts.

Papagei

Papagei

Nun sitze ich auf meinem Dach mit dem Papagei im Caipi-Glas. Er muss immer wieder tanzen, damit der schon zweite Drink gut vermischt ist. Es ist gerade ein bisschen frisch, da die bald untergehende Sonne hinter dem Lichtschacht des gegenüberliegenden Gebäudes steckt.

Herz

Herz

Nun sitze ich auf einem schicken Holzstuhl in der Confiserie Bachmann, habe noch kurz gedacht, ob ich mir nicht einen eleganten Sessel im Trois Rois gegenüber gönnen soll, aber das beste Schoggiweggli und die beste Faschtewaie der Welt gibt’s nur hier und hat mich sofort die Polsterung vergessen lassen. Zudem sitzt es sich hier gesünder als so eingefallen im Sessel.

Weiss

Weiss

Nun sitze ich wieder einmal auf meinem Sofa, blicke auf die alte Bernina Nähmaschine auf meinem Esstisch und bin ganz stolz, dass sie da steht, und dass das schon seit über einem Jahr zu flicken Angestandene endlich geflickt ist. Die Nähte meines eigentlich relativ neu erstandenen, sündhaft teuren Support-the-local-dealer-bayrischen-Loden-Reiteroutfit.